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Koffein und Teein

1827 wurde das Koffein des Tees erstmals entdeckt und Teein (auch Tein, Thein) genannt. Die bald darauf folgende Erkenntnis, dass Teein und Koffein chemisch identisch sind, führte zum Fallenlassen dieser alten Bezeichnung und zum einheitlichen Namen Koffein.

Wie wirkt das Koffein im Tee?
Da im Tee das Koffein an Aminosäuren und Gerbstoffen gebunden ist, geht man davon aus, dass das Koffein nicht aufgenommen werden kann, somit keine Koffeinwirkung eintritt und weder Herz noch Kreislauf beeinflusst. Diese sogenannte Bioverfügbarkeit wird allerdings zur Zeit noch kontrovers diskutiert. Erwiesen ist jedoch, dass das Koffein im Tee die Durchblutung und den Stoffwechsel im Gehirn erhöht und somit direkt auf unser zentrales Nervensystem wirkt. Die anregende Wirkung des Tees ist also nicht auf die Wirkung des Koffeins zurückzuführen, sondern auf das Vorkommen der belebend wirkenden Alkaloide  ( siehe auch: Inhaltsstoffe des Tees ) .

Wieviel Koffein steckt denn nun im Tee?
Der Koffeingehalt von Schwarzteeblättern liegt zwischen 26 mg und 45 mg pro 100 g.
Im Vergleich: Kaffee weist mit bis zu 97 mg pro 100 g einen fast dreifach höheren Koffeingehalt auf als Tee, Kakao und Cola liegen mit rund 6 mg bis 13 mg pro 100 g deutlich unter dem Koffeingehalt von Schwarztee.

Beinflusst die Ziehzeit den Koffeingehalt im Tee?
Im Tee kommt das Koffein nur in gebundener Form vor, was im Unterschied zum Kaffee zu einer anderen Aufnahme und Wirkungsweise führt.

Kurze Ziehzeit, 2 bis 3 Minuten:
Bereits nach ein bis zwei Minuten ist das Koffein größtenteils in den Aufguss übergegangen, wohingegen sich nur eine kleine Menge an Gerbstoffen gelöst hat.

Lange Ziehzeit, 4 bis 5 Minuten:
Durch den höheren Gerbstoffanteil wird mehr Koffein gebunden und die Bioverfügbarkeit wird vermindert. Der Tee erhält einen bitteren Geschmack, der jedoch mit Milch oder Zucker gemildert werden kann.


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